Hauptprüfung, einfache Prüfung, Besichtigung: Der Rhythmus nach DIN 1076 ist klar. Was danach kommt, frisst die Zeit, Vorprüfungen wiederfinden, Schäden abgleichen, Zustandsnoten begründen. Für Ingenieurbüros, die dort ansetzen.
Prüfturnus
Hauptprüfung alle sechs Jahre
Dazwischen einfache Prüfung, jährliche Besichtigung und laufende Beobachtung.
Bauwerksprüfung · DIN 1076
Jede Prüfung kennt ihre Vorgängerin.Wenn die Akte mitdenkt.
Hauptprüfung, einfache Prüfung, Besichtigung: Der Rhythmus nach DIN 1076 ist klar. Was danach kommt, frisst die Zeit, Vorprüfungen wiederfinden, Schäden abgleichen, Zustandsnoten begründen. Für Ingenieurbüros, die dort ansetzen.

01 DIN 1076
Was die Norm verlangt, und wo die Zeit bleibt.
DIN 1076 regelt die Überwachung und Prüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen. Sie schreibt vor, wie oft und wie gründlich geprüft wird. Nicht, wie der Bericht entsteht. Genau da liegt der Unterschied zwischen Büros.
| Prüfungsart | Turnus | Umfang |
|---|---|---|
| Hauptprüfung | alle 6 Jahre | handnah, alle Bauteile, mit Gerät und Zugangstechnik |
| Einfache Prüfung | 3 Jahre nach der Hauptprüfung | erweiterte Sichtprüfung ohne handnahen Zugang |
| Besichtigung | jährlich | Sichtkontrolle durch sachkundiges Personal |
| Laufende Beobachtung | zweimal jährlich | im Rahmen der Streckenkontrolle |
| Sonderprüfung | nach Ereignis | Hochwasser, Anprall, Brand, außergewöhnliche Lasten |

Die Norm ist eindeutig. Der Aufwand entsteht in der Kette dahinter: Ein Schaden, der 2020 mit 0,3 Millimetern notiert wurde, muss 2026 wiedergefunden, mit dem Foto von damals verglichen und in seiner Entwicklung bewertet werden. Bei einem Bestand von mehreren hundert Bauwerken liegt dieses Wissen in Ordnern, PDF-Berichten und den Köpfen der Prüfer, die damals draußen waren.
02 Prüfbericht
Vom Bauwerk zum Bericht: wer welche Stunde trägt.
Die Prüfung am Bauwerk ist Ingenieurarbeit und bleibt es. Der Weg von den Notizen zum abgestimmten Bericht ist zu großen Teilen Suchen, Abgleichen und Formatieren. Und damit das, was sich verlagern lässt.
Vorprüfungen bereitstellen
Vor dem Termin liegen für jedes Bauwerk die letzten Berichte, Fotos und offenen Schäden strukturiert bereit, mit Fundstelle, nicht als Ordnerpfad.
Schäden erfassen
Draußen wie bisher: Foto, Lage, Maß, Bewertung. Die Zuordnung zum bestehenden Schaden geschieht über Bauteil und Lage, nicht über Handarbeit am Abend.
Entwicklung sichtbar machen
Jeder Schaden trägt seine Historie: Wann zuerst notiert, wie bewertet, was sich verändert hat. Der Prüfer sieht die Reihe, nicht drei einzelne PDFs.
Berichtsentwurf in Bürostruktur
Der Entwurf entsteht in der Gliederung, die das Büro immer verwendet, mit den Fotos an der richtigen Stelle und den Bewertungen als Vorschlag. Freigeben tut der verantwortliche Ingenieur.
Bauwerksbuch und Programm
Einträge im Bauwerksbuch werden nachgezogen, der Export in das Programm der Verwaltung folgt dem üblichen Format. Nichts wird doppelt getippt.

„fehlender Zugang zu verlässlichen und umfassenden Datensätzen“
Größte Schwierigkeit beim KI-Einsatz, genannt von 54 Prozent der KI-Nutzer · BAK-Berufspolitische Befragung 2025, über 15.000 TeilnehmerDer Satz der Kammer beschreibt das Problem genauer als jede Werbung: Nicht das Modell fehlt, sondern der Zugang zu den eigenen Daten. Ein Büro, dessen Prüfberichte der letzten zwölf Jahre erschlossen und auffindbar sind, hat den Datensatz, um den es geht. Und er gehört ihm.
03 Prüfakte
Die Prüfakte als System: drei Stufen, dem Büro gehörend.
PhoenixOne entwickelt KI-Infrastruktur für Architektur- und Ingenieurbüros ab fünf Beschäftigten. Kein Abo, keine fremde Plattform: Das Büro-Gedächtnis liegt beim Büro, und der Weg dorthin ist in drei Stufen geplant.
Monat 1–3
Fundament
- Prüfberichte, Fotos und Bauwerksbücher erschlossen
- OCR für Altbestände, Ablage nach Bauwerk und Prüfung
- Erste Antworten mit Fundstelle: „Was stand 2020 zu Widerlager Ost?“
Monat 4–6
Integration
- Anbindung an Postfach, Ablage und Bauwerksprogramm
- Schadenshistorie je Bauteil, Verlauf statt Einzelbericht
- Fristenradar: welche Prüfung wann fällig wird
ab Monat 7
KI-Schicht
- Berichtsentwürfe in der Gliederung des Büros
- Bewertungsvorschläge mit Verweis auf Vorprüfung und Foto
- Protokolle und Schriftverkehr aus dem Zusammenhang

Die Reihenfolge ist Absicht. Wer mit der KI-Schicht anfängt, bevor die Daten erschlossen sind, bekommt sichere Antworten auf einer unsicheren Grundlage. Deshalb steht das Fundament zuerst. Und deshalb ist es das, was am Ende dem Büro gehört, ganz gleich, was mit der KI-Schicht später geschieht.
KI für Ingenieurbüros
Die Seite zum Bürotyp auf phoenixone.ai: Anwendungsfälle, Direktantwort, Förderweg.
KI in der Tragwerksplanung
Statik, Nachweise, Prüfstatik. Und was davon aus dem Bestand beantwortet werden kann.
Tiefbau und Infrastruktur
Verkehrsanlagen, Entwässerung, Bauwerke im Zuge von Straßen.
04 Für wen
Ab fünf Beschäftigten. Darunter fehlt der Hebel.
53,2 Prozent der Ingenieurbüros in Deutschland haben fünf oder mehr Beschäftigte. Der Median liegt bei sechs Vollzeitäquivalenten. Das ist die Zielgruppe: mehrere Projekte gleichzeitig, Übergaben zwischen Personen, Wissen, das in Köpfen statt in Akten liegt.
Passt, wenn
- Ihr Büro einen Bauwerksbestand prüft, der über Jahre wächst
- mehrere Prüfer an denselben Bauwerken arbeiten und übergeben
- die Büroleitung das Problem kennt und entscheiden darf
- Sie ein System wollen, das Ihnen gehört. Keine Miete
Passt nicht, wenn
- Sie allein prüfen und keine Übergabe stattfindet
- der Bestand so klein ist, dass die gewonnene Zeit keine Investition trägt
- Sie eine fertige Software suchen, die morgen läuft. Das sind wir nicht
- Sie den Datenzugang lieber bei einem Anbieter als bei sich sehen

05 Themen
Zwölf Fragen zur Bauwerksprüfung.
Hauptprüfung
Alle sechs Jahre, handnah, alle Bauteile.
Einfache Prüfung
Drei Jahre nach der Hauptprüfung, erweiterte Sichtprüfung.
Besichtigung und Beobachtung
Die Überwachung zwischen den Prüfungen.
Prüfung aus besonderem Anlass
Nach Hochwasser, Anprall, Brand.
Zustandsnote 1,0 bis 4,0
Die sechs Notenbereiche und was sie auslösen.
Schadensbewertung S, V, D
Standsicherheit, Verkehrssicherheit, Dauerhaftigkeit.
RI-EBW-PRÜF
Die Richtlinie hinter der einheitlichen Bewertung.
Bauwerksbuch
Die Akte, die ein Bauwerk sein Leben lang begleitet.
Prüfbericht erstellen
Vom Bauwerk zum freigegebenen Bericht.
Brückenprüfung
Was an einer Brücke geprüft wird: Bauteil für Bauteil.
Bauwerksprüfer werden
Sachkunde, Zertifikat, Aufgaben.
Welche Bauwerke DIN 1076 erfasst
Brücken, Tunnel, Stützwände und mehr.
Bewehrungs-CAD im Vergleich
CAD-Software für Schal- und Bewehrungspläne im Ingenieurbau, mit Blick auf Formate und lokalen Betrieb.
Geotechnik-Software im Vergleich
Programme für Standsicherheit, Grundbau und Baugrund: GGU, DC-Software, GEO5 und Plaxis. Auswahlkriterien und Betrieb im Büro.
Hauptprüfung vorbereiten
Der Arbeitsablauf im Büro, bevor der Prüftrupp ans Bauwerk fährt.
Prüfplanung über das Jahr
Wie ein Büro alle Bauwerke fristgerecht über das Jahr verteilt.
Prüftag vor Ort
Wie ein Prüftrupp die Hauptprüfung vor Ort abarbeitet, von der Einweisung bis zum Abbau.
Prüffristen und Prüfzyklus
Der feste Turnus aus Haupt-, Einfacher Prüfung, Besichtigung und Beobachtung nach DIN 1076.
SIB-Bauwerke
Das Programmsystem, mit dem Bauwerksdaten und Prüfberichte nach DIN 1076 verwaltet werden.
Statik-Software für den Brückenbau
FEM- und Stabwerksprogramme für Brücken und Ingenieurbauwerke im Vergleich: Kriterien, Schnittstellen, lokal oder Cloud.
Übergabe an den Baulastträger
Wie Prüfbericht und Daten nach der Prüfung an den Baulastträger übergeben werden.
Vermessungssoftware im Vergleich
Welche Vermessungssoftware zu Ingenieurbüros passt und wie der Umstieg aus einer lokalen Umgebung gelingt.
Software-Vergleich
Programme, Plattformen und Werkzeuge im direkten Vergleich.
Arbeitsabläufe im Überblick
Wie Büros die Aufgaben Schritt für Schritt erledigen.
06 Begriffe
Die Begriffe, kurz und belastbar erklärt.
- DIN 1076
- Norm für die Überwachung und Prüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen, etwa Brücken, Tunnel, Stütz- und Lärmschutzwände.
- Hauptprüfung
- Handnahe Prüfung aller Bauteile, auch schwer zugänglicher, mit Gerät. Nach DIN 1076 alle sechs Jahre.
- Einfache Prüfung
- Erweiterte Sichtprüfung ohne handnahen Zugang, drei Jahre nach jeder Hauptprüfung.
- Zustandsnote
- Zusammenfassende Bewertung eines Bauwerks von 1,0 (sehr gut) bis 4,0 (ungenügend) nach Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit.
- RI-EBW-PRÜF
- Richtlinie zur einheitlichen Erfassung, Bewertung, Aufzeichnung und Auswertung von Ergebnissen der Bauwerksprüfungen nach DIN 1076.
- Bauwerksbuch
- Die dauerhafte Akte eines Bauwerks mit Bestandsdaten, Prüfergebnissen und Maßnahmen über seine gesamte Nutzungszeit.
Referenzen
Mit diesen Büros arbeitet PhoenixOne. Ingenieur- und Architekturbüros zwischen vier und elf Mitarbeitenden.
Ingenieurbüro
Filter- und Anlagentechnik
Ein Ingenieurbüro für Anlagenplanung, das in zwei Märkten gefunden wird.
Erzgebirge
Ingenieurbüro
Automatisierung und Anlagenplanung
Bestand wieder angesprochen, Posteingang sortiert sich selbst.
Deutschland · China
Architekturbüro
Gewerbe- und Industriebau
Kontakte in einer Quelle zusammenführen und die Passivhaus-Planung sichtbar machen.
Sachsen
Ingenieurbüro
Technische Gebäudeausrüstung
Vergabeunterlagen und Projektkorrespondenz durchsuchbar machen, damit der Stand eines Projekts nicht erfragt werden muss.
Brandenburg an der Havel
07 Fragen
Was Ingenieurbüros als Erstes fragen.
Wie oft muss nach DIN 1076 geprüft werden?
Die Norm sieht einen festen Rhythmus vor: eine Hauptprüfung alle sechs Jahre, dazwischen, drei Jahre nach der Hauptprüfung, eine einfache Prüfung, jährlich eine Besichtigung und zweimal im Jahr die laufende Beobachtung. Nach außergewöhnlichen Ereignissen, etwa Hochwasser oder Anprall, kommt eine Sonderprüfung hinzu.
Was bedeuten die Zustandsnoten von 1,0 bis 4,0?
Die Zustandsnote fasst die Bewertung aller festgestellten Schäden nach Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit zusammen. 1,0 bis 1,4 ist ein sehr guter Zustand, ab 3,0 sind umgehend Maßnahmen nötig, 3,5 bis 4,0 bedeutet einen ungenügenden Zustand mit akuter Gefährdung. Die Bewertungssystematik folgt der RI-EBW-PRÜF.
Wo liegt beim Prüfbericht die meiste Zeit?
Nicht am Bauwerk, sondern danach: Fotos zuordnen, Schadensbeschreibungen aus früheren Prüfungen wiederfinden und abgleichen, die Bewertung begründen, das Bauwerksbuch nachziehen. Ein Ingenieurbüro mit mehreren hundert Bauwerken im Bestand verbringt dort einen erheblichen Teil seiner Prüfzeit.
Ersetzt KI den Bauwerksprüfer?
Nein, und das darf sie auch nicht: Die Bewertung nach DIN 1076 ist eine ingenieurtechnische Entscheidung, die eine sachkundige Person verantwortet. Was sich verlagern lässt, ist die Vorarbeit: Vorprüfungen wiederfinden, Schäden mit Fundstelle zusammenstellen, den Berichtsentwurf in der Struktur des Büros aufsetzen. Die Entscheidung bleibt beim Prüfer, der Aufwand davor sinkt.
Für welche Büros ist das gedacht?
Für Ingenieurbüros ab fünf Beschäftigten mit einem Bauwerksbestand, der regelmäßig geprüft wird: Brücken, Stützwände, Lärmschutzwände, Tunnel, Durchlässe. Darunter fehlt der Hebel: Ein Einzelprüfer hat kein Übergabeproblem zwischen Personen.
Wie wird so etwas finanziert?
Als Entwicklung, nicht als Software-Miete: Code, Daten und Cockpit gehören dem Büro. Für Ingenieurbüros greifen Zuschussprogramme der Länder und des Bundes mit bis zu 60 Prozent, gedeckelt bei 60.000 Euro. Ob Ihr Büro förderfähig ist, klärt das Erstgespräch.
Zehn Minuten.Dann wissen Sie, was in Ihrem Bestand steckt.
Das KI-Audit fragt, wie Ihr Büro prüft, ablegt und berichtet. Und sagt, wo der erste Hebel liegt. Kein Verkaufsgespräch, kein Download, keine Software-Miete.
Bis zu 60 Prozent Förderung, Deckel 60.000 Euro. Keine Software-Miete: Code, Daten und Cockpit gehören dem Büro.
Aus der Praxis, laufend auf LinkedIn
Wie Planungs- und Ingenieurbüros KI wirklich einführen: Projekte, Zahlen, Fehler, die man sich sparen kann.